Bericht zum Wintertreff: Tischgrill und Fischerei-Infos

Eine kleine Gruppe von ca. 25 unentwegten SSCRo-Mitgliedern traf sich wie immer um diese Jahreszeit zum Wintertreff auf der MS St. Gallen im Hafen Romanshorn ein. Die «kleine Schaar» war bedingt durch das Zusammenfallen von Fastnachtsbällen, Kälte und winterbedingten Krankheiten und Unfällen einiger unserer Freunde.

Wie auch immer, der Glühwein, als Aperitif hat alle anwesenden aufgewärmt und eine tolle Grundlage gelegt für das nachfolgende Nachtessen, welches als «Raclette-Plausch mit Tischgrill à discrétion» angekündigt wurde.

Wie schon in den letzten Jahren lag die Verantwortung für diesen Club-Anlass bei unserem bewährten Festorganisator Peter Eisold. Bei seiner Begrüssung informierte er die Anwesenden über seinen Entschluss, diesen Anlass zukünftig in jüngere Hände übergeben zu wollen. Auf eine entsprechende Nachfrage aus dem Publikum gestand Peter mit einem verschmitzten Lächeln, dass ihn sein designierter Nachfolger, Beat Steiner, beinahe angefleht habe, dass dieser den Anlass übernehmen dürfe. So habe er letztlich dazu eingewilligt….

Bald war die Messe der MS St. Gallen mit einem warmen Duft von gegrilltem Fleisch und geschmolzenem Käse angereichert. Wer aufmerksam das angerichtete Buffet beobachtete, stellte bald einmal fest, dass praktisch alle Anwesenden ihre Teller mehr als einmal füllten, was ganz offensichtlich der Beweis für ein schmackhaftes Essen lieferte. Der SBS-Küchenbrigade sei an dieser Stelle ein grosses Lob ausgerichtet.

So gegen 21:00 Uhr begrüsste alsdann der geladene Informant, Peter Hilpert, seines Zeichens Fischpächter von Güttingen, die Anwesenden. Er sprang in verdankenswerter Weise ein für den ursprünglich vorgesehenen Fischereiaufseher Markus Zellweger ein, welchen dessen Frau in einen ungeplanten Urlaub entführte.

WintertreffSo erhielten wir interessante Informationen zu Themen wie Lebensräume der Fische, Belastung der Gewässer mit Umweltstoffen und deren Auswirkungen auf das Ökosystem unseres geliebten Bodensees.

Sicher nicht alle Anwesenden wussten vorher schon, dass die Forelle die bestvertretene Spezies der Fische ist, dass es auch Fluss und Edelkrebse gibt, welche zwar teilweise nicht im See leben, aber deren Bestand von dortigen Lebewesen beeinflusst ist. So lernten wir, dass es eine Krebspest gibt, durch welche mittels eingewanderter Pilzsporen der heimische Edelkrebsbestand praktisch vernichtet wird.

Weiter erhielten wir Einblicke in die Bewirtschaftung des Sees bzw. dessen Fischbestandes. So werden Fische in Anstalten aufgezogen, dann im See ausgesetzt und durch die Tätigkeiten der Fischer abgefischt werden. Dabei spielt die verwendete Netzgrösse eine wegweisende Rolle. Die Verkleinerung der Netzgrösse um ein paar wenige Millimeter beeinflusst die Fangquoten massiv.

All die relativ komplexen Zusammenhänge für «Nicht-Fischer» wurden mit anschaulichem Bildmaterial veranschaulicht. Zum Schluss wurden wir mit der Zeitschrift «Seespiegel» bekannt gemacht, einer regelmässigen Information herausgegeben durch die internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee. Eine spannende Fragerunde über die Erfahrungen von beiden Seiten (Fischer und Wassersportler) rundete den lehrreichen Anlass ab. Der Referent wurde zum Schluss mit einer verpackten Tranksame beschenkt und sein Vortrag von den Anwesenden mit einem herzlichen Applaus verdankt.

Das Dessert, welche im Anschluss serviert wurde, war ausgezeichnet und das beiliegende Bild soll alle Nicht-Teilnehmer schmerzlich daran erinnern, dass sie an dem Abend echt etwas verpasst haben. Die Lösung für das Problem könnte sein, sich diesen Anlass DICK in der Agenda 2019 einzutragen, um dann auch zu den «Dabei-Gewesenen» gehören zu dürfen.

Gegen 23:00 Uhr, als die Temperatur aufgrund der ausgeschalteten Tischgrille wieder spürbar zurückgegangen war, verabschiedeten sich die Teilnehmer mehr und mehr, um entweder in den im Wasser überwinternden Segelyachten oder im warmen Bett zu Hause die Nachtruhe anzutreten.

Herzlichen Dank allen Organisatoren für diesen gelungenen Anlass.

Werner Hollenstein (hat zu Hause geschlafen)

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