Bericht zum Absegeln 2019

Das Absegeln vom 28. und 29. September 2019 in Kürze: 26 Crews, 23 Boote, 57 Teilnehmer; Wetter Samstag leicht bewölkt, 18°, Wind aus SW, 3-5 Bf, sehr böig; Wetter Sonntag, schön, 21°, Wind aus mehrheitlich O, 1 Bf.

Pünktlich um 10:00 Uhr begrüssen uns Irene und Jürg Werner, die Organisatoren des diesjährigen Absegelns, zur Steuermannbesprechung. Nach einer stimmigen Einleitung lässt Jürg die Katze aus dem Sack und teilt uns den Zielhafen mit: Es geht nach Arbon! Eigentlich wäre ein anderer Hafen geplant gewesen, aber bei einer zufälligen Anfrage, ob alles klappt, merkt der Hafenmeister, dass er ja, oh weh, zwei Clubs im Hafen hatte. Da der eine Club früher als wir reserviert hatte, musste Jürg sich neu organisieren. Der Stimmung bei den Teilnehmern tat dies keinen Abbruch und Jürg erläuterte anschliessend die Details des Absegelns. Dazu jedoch später. Bevor es individuell nach Arbon losging, erhielten alle Teilnehmer noch eine Orientierungshilfe für den Hafen. Und so machten wir uns auf den Weg.

Auf dem See empfing uns ein kräftiger Südwestwind mit 3-5 Windstärken und starken Böen. Im Nu waren einzelne der Segler in Arbon, während andere den tollen Wind noch etwas ausnützen wollten. Aber auch unsere Motorbootfreunde waren zügig in Arbon. Da Jürg keine Plätze reservieren konnte, suchte sich jeder seinen Platz. Leider half der kräftige Seitenwind nicht allen und so gab es Boote, die nur mit Mühe in die Box kamen. Die Zeit bis zum nächsten Fixpunkt wurde mit Aperos auf den Booten oder Small Talk im Hafen überbrückt.

Um 15:50 war der nächste Programmpunkt vorgesehen und so trafen wir uns alle zusammen vor dem Saurer Museum. Es folgte eine eindrückliche und kompetent vorgetragene Führung durch den Motoren- wie auch Webereiteil im Saurer Museum. Dabei wurde uns viel Wissenswertes und Interessantes aus der Geschichte der legendären Unternehmerfamilie vermittelt und manch einer kam aus dem Staunen nicht mehr los, ab soviel Schweizer Maschinenbaugeschichte. Im Anschluss an die gute 90-minütige Führung trafen wir uns zum Apero in der gleich daneben liegenden Wunderbar. Bei einem feinen Wein, Bier oder Mineral je nach Gusto und einem frisch gebackenen Bretzel konnten wir uns austauschen und manche Geschichte machte so seine Runde. Es war sehr schön zu sehen, wie die Anwesenden den Moment im Kreise ihresgleichen geniessen und sich freuen konnten. Nur allzu schnell ging der Apero vorbei und wir durften uns an den nächsten Ort aus dem Programm des Absegelns verschieben.

Im Restaurant Da Raffaele, mitten in der Arboner Altstadt, trafen wir uns zum Nachtessen. Im rustikalen Keller liessen wir es uns bei einem feinen Nachtessen sowie einem guten Tropfen Wein gut gehen. Auch hier herrschte eine tolle Stimmung. Gesättigt und mit vielen schönen Eindrücken bewegten wir uns zu später Stunde durch die schöne Altstadt Richtung Hafen. Schon von weitem konnte man das Geschrei der Arboner Möven hören, welches uns auch noch teilweise in der Nacht begleitete.

Nach einer mässig ruhigen Nacht empfing uns ein wunderbar schöner Herbstsonntag. Leider hatten die Möwen auf diversen Booten ihre Spuren hinterlassen, die es nun zu beseitigen galt. Aber das tolle Wetter tröstete einen darüber hinweg und so genossen wir den Morgen individuell auf den Booten, beim Spazieren oder einfach nur auf einer Bank mit Seesicht. Die Heimreise nach Romanshorn erfolgte dann je nach Lust und Laune. Leider war es den Seglern nicht vergönnt, bei gleichen Winden wie am Vortag nach Romanshorn zu segeln. Bei einem sehr mässigen Wind aus östlicher Richtung war ein Vorankommen eher mühsam und so musste bei vielen der Motor mithelfen. Im Laufe des Nachmittags waren alle wieder gesund im Hafen angekommen. Nur zu schnell ging dieses Wochenende vorüber.

Vielen herzlichen Dank an die Svea Crew für die Organisation dieses tollen Anlasses. Sie haben es wieder einmal verstanden, für den Verein ein erlebnisreiches und spannendes Absegeln zu organisieren. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Absegeln im 2020.

Stefan Caprez

Alle Fotos findet Ihr wie immer in der Fotogalerie. Herzliches Dankeschön an den Fotografen Markus Rissi.