Motorbootplausch SSCRo 2016

Bericht Motorbootplausch vom 3. September 2016

Bei bestem Spätsommerwetter hat am letzten Freitag der Motorbootplausch des SSCRo mit Organisator Peter Eisold stattgefunden. Ein Bericht von Motorbootplausch-Fan Beat Weber über die heilende Wirkung einer Bündner Spezialität und einen Wettkampf mit drei Siegern.

Am Freitag vor dem Motorbootplausch habe ich Peter Eisold in unserm Hafen getroffen und wollte in Sachen unseres bevorstehenden Wettkampfes ihm die Würmer aus der Nase ziehen. Selbstverständlich war ich an einem persönlichen Vorteil für unsere Crew interessiert.

Doch Peter liess sich nicht in die Karten blicken. Er zeigte sich aber von uns SSCRo-Motorböötlern leicht enttäuscht: Nur ganze vier Boote haben sich für den Anlass angemeldet. Dass Peter diesen Anlass immer mit viel Herzblut vorbereitet und durchgeführt hat, weiss ich aus Erfahrung. Für seine Enttäuschung habe ich Verständnis. Das bescheidene Interesse an diesem Anlass ist vielleicht Ausdruck unserer saturierten Lebensumstände und die Frage bleibt im Raum, ob der Motorbootplausch überhaupt noch eine Zukunft hat.

Am Abend kamen wir noch im Rahmen des «Chochchessi’s» in den Genuss von vorzüglich zubereiteten Capuns. Der Skipper von «White Pearl», Stefan Caprez, war für die Zubereitung verantwortlich. Dafür von meiner Seite ein grosses Kompliment. Dieses feine Essen hat sicher dazu beigetragen, dass Peter Eisold seine Enttäuschung verarbeiten konnte und wohl gerüstet am Samstag seinen liebevoll vorbereiteten Motorbootplausch durchführen konnte.

Nun zum Wettkampf, der wie üblich bei gutem Wetter durchgeführt werden konnte. Ein vorbereitetes Dossier mit den gestellten Aufgaben wurde allen Teilnehmern überreicht. Scrabblespiel mit Buchstaben, verklausulierte Fahranweisungen, Revierkenntnisse, ein Pfeilschiessen und noch eine Schätzfrage waren die zu lösenden Aufgaben. Die Fahranweisungen haben uns an den Schiffssteg von Uttwil geführt und dabei entdeckte ich, dass man an diesem Steg ohne weiteres ein Schiff festmachen kann. Noch bleibt die Frage offen, ob es sich «wirtschaftsgeografisch»  lohnen würde. Auf dem Weg zum Zielhafen Horn West haben wir uns noch mit einem kurzen Bad im See erfrischen können und waren bereit für ein gemütliches Zusammensitzen mit Imbiss von Conny’s Kiosk. Einzig Peter als Organisator hatte mit der Auswertung viel zu tun. Dass sich über seinem Haupt eine Rauchwolke bildete, habe ich dann bei der Rangverkündigung  begriffen. Drei Crews hatten nach diesem abwechslungsreichen  Tag die genau gleiche Punktzahl. Doch eine Mannschaft musste ja dazu verknurrt werden, den Schraubenpokal ein Jahr zu pflegen. Also wurde der erste Rang unter Aufsicht von Ehrenpräsident Kurt Gysi mit Losentscheid bestimmt.

Lieber Peter, du hast uns einen sehr kurzweiligen Tag beschert und dafür bin ich dir sehr dankbar.

Beat Weber, ein Fan

Hinweis an die Mitglieder: Weitere Fotos zum Motorbootplausch und zur Clubregatta findet Ihr im Mitgliederbereich > Fotogalerie.

1 Gedanke zu “Bericht Motorbootplausch vom 3. September 2016

  1. Leider konnte ms. „La Bruja“ dieses Jahr nicht am Motorbootplausch teilnehmen, da die Standardcrew (Walli und der Schreibende) noch von Rücken- und Augen- Operationen gezeichnet und deshalb körperlich nicht fit genug waren. Sonst hätte sie natürlich um den Sieg mitgekämpft; alte Erinnerungen des Skippers an die terrestrische Navigation und das an Bord vorhandene Navigtionsbesteck hätten ihr (der „Bruja“) sicher eine Chance gegeben. Dass der Pokal wiederum an die Crew der „Medina“ geht, lässt den Verdacht aufkommen, dass ihr Skipper Beat Weber nicht nur dank früherer beruflicher Tätigkeit sehr gute Beziehungen zu Aiolos, dem Gott der Lüfte, sondern offensichtlich auch exzellente (eventuell bezahlte??) zu Poseidon haben muss. Anders ist der dritte Sieg in Folge nicht zu erklären. Ich hoffe, er muss den Preis behalten und die nächsten 20 bis 30 Jahre wöchentlich abstauben. Ich plädiere aber dafür, dass ein neuer angeschafft wird, denn sterben darf der Motorbootplausch nicht. Nächstes Jahr ist die „La Bruja“ wieder dabei!
    Hansruedi Bachmann

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