Bericht der ersten Mid-week sailing days

Am 23. und 24. August 2016 haben erstmals die Mid-week sailing days stattgefunden. Wie sich diese neue Veranstaltung angefühlt hat? Das verrät der kurzweilige Bericht von Christine Jenny.

Es ist Kaiserwetter heute am 23. August 2016, ………, da wollen wir doch wieder einmal schauen was sich so tut in dem kleinen SSCRo-Land……

Aha es muss ein grosser Anlass bevorstehen, denn die SSCRo-ler sind emsig dabei die Segel auszupacken, die Motorboote zu putzen, die Flaggen zu setzen etc.

Das Regentenpaar weilt derweil in der  Sommerfrische, das tun gute Regenten, und hat für diese Zeit das Zepter den Vize-Regenten Alice Gerber und Kurth Marthaler übergeben. Diese haben sich natürlich sehr geehrt gefühlt (tun es hoffentlich immer noch) und wollen auf keinen Fall, das sich jemand langweilt. So haben sie sich in vielen Stunden viele Gedanken gemacht, um das kleine Völkchen gut zu unterhalten. Worauf sie dann eine schöne Einladung verschickt haben, mit der Aufforderung, man solle sich doch bitte im Burghof, das nennt sich hier Hafeglöggli, einfinden. Es zeigt sich schnell, dass die Vize-Regenten des höfischen Vocabulaires noch etwas unkundig sind…… wer sagt schon Leitkuh!…..

Kurt Marthaler teilt Wissenswertes und Anderes zum Ablauf der grossen Fahrt, dem Midweek-Sailing-Törn, mit. Das kleine Völkchen wird sich in das Land der Uhldinger begeben, um sich kulturell weiter zu bilden. Diese Uhldinger sind uns nämlich weit voraus. Die haben da sogar Pfahlbauten. Nur bescheiden sind die Aussagen zum weiteren Verlauf des Tages. Man solle sich doch pünktlich um 16.00 Uhr zum Apéro beim Hafenmeister einfinden. Etwas ratlos sind dementsprechend einige Gesichter. So machen sie sich denn alsbald auf, auf die lange Fahrt. Auch hier zeigt sich, dass die beiden Vize-Regenten wohl doch noch etwas üben müssen. Das mit dem richtigen Wind hat noch nicht so gut geklappt.

01-DSC00035Obige Zeilen habe ich während der Überfahrt nach Unteruhldingen geschrieben. Während dem Apéro habe ich einige Bemerkungen mitbekommen, die mich veranlasst haben den Schreibstil zu wechseln. Neue Organisatoren für einen bestehenden Anlass haben andere Ansichten zur Durchführung desselben. Das ist gut so und lässt eine andere Sicht der Dinge zu. Es ist verständlich, dass sich einige schwer tun mit Veränderungen. Meiner Ansicht nach kann man aber nicht verlangen, dass es immer unverändert gleich weiter geht. Geben wir 03-DSC00042alle dem Neuen doch eine Chance und sind wir doch froh, dass sich jemand die Mühe macht, einen Anlass für alle zu organisieren und auch den Zeitaufwand dazu nicht scheut.

Kurt erklärt uns während dem Apéro den weiteren Verlauf.

Nachdem wir uns an feinem Zopf und leckerem Bodenseeseco, Weisswein und Bier gütlich getan haben werden wir mit dem Bus wegfahren. Aha auch da erfahren wir nichts Ausführlicheres. So werden wir denn von Alice, wie immer strahlend lächelnd, aufgefordert, umgehend zum Bus zu gehen. Der erwartet uns schon. Einmal alle eingestiegen, fährt er uns zu einem Aussichtspunkt oberhalb Ueberlingen. Wir haben die Möglichkeit, den uns zu Füssen liegenden See mit seinem schönen Bergpanorama so richtig zu geniessen. Das Wasser glitzert wie Silber und das Licht ist speziell schön. Dementsprechend werden Kameras und Handys zum Einsatz gebracht.

12-DSC00082Danach werden wir zur Basilika Birnau gebracht. Schon beim Näherkommen hören wir Orgelmusik. Wir treten ein und Alice erklärt, dass diese Musik extra für uns ist. Wir sollen uns doch hinsetzen und einfach zuhören. So kommen wir in den Genuss eines ca. 30-minütigen Konzertes. Beim genaueren Hinhören sind da violinähnliche Töne sowie Glockenklänge auszumachen. Danach kommt der Kirchenmusiker noch zu uns. Er bringt ein etwas fremd anzuschauendes Instrument mit. Es ist ca. 70 cm lang in der Form eines spitzen Dreiecks. Die kurze Länge leicht gewölbt. Die Oberfläche ist mit Saiten bespannt. Zumindest ich sehe zum ersten Mal einen Psalter. Das ist ein sehr altes Musikinstrument welches eigentlich Psalterium hiess und dessen Ursprünge bis in den orientalischen Kulturraum zurück reichen. Es gilt als Urform unter anderem von Zither und Harfe  Der Musiker erklärt uns, wie er die Orgel und diesen Psalter gleichzeitig gespielt hat. Er klemmt ihn zwischen Bauch und Orgel ein. Dann hat er die Beine und die linke Hand für die Orgel und mit der rechte Hand benützt er den Geigenbogen für den Psalter. Alleine schon die Vorstellung macht mir Knöpfe in meinen Extremitäten. Dieser Musiker ist ein sehr pfiffiger Mensch. Er erzählt uns mit verschmitztem Lächeln einiges aus der Geschichte dieser Basilika. Ganz bekannt ist die Geschichte vom Honigschlecker. Bei Interesse könnt ihr alles nachlesen unter www.birnau.de/ .

Nach so viel Kultur kommt natürlich Hunger auf. Also werden wir von Alice und Kurt unter der B31 durch, hinauf zum Birnauer Oberhof geführt. Dort gibt es nochmals Apéro. Die Häppchen die dazu gereicht werden, wurden zwar nicht bestellt, haben aber doch gut gemundet.

19-DSC00104Vor allem da sie so schön von zwei Komikerkellnern serviert wurden. Beatrice Dejung hat es mit ihrem zauberhaften Charme geschafft, dass der eine der beiden, Antonio, auch davon gegessen hat. Ihre Aufforderung „manga, Antonio, manga“, welche sie mit allen ihren zur Verfügung stehenden Charmoffensiven vorbrachte, hat gewirkt.

Dieser Apéro wurde draussen im Garten serviert und wir konnten noch einmal das herrliche Panorama bewundern.

Danach gingen wir in das Restaurant. Dieses wurde sehr gekonnt aus einem alten Hof gestaltet. Vermutlich war es früher die Scheune. Das Abendessen war reichlich und hat sehr gut geschmeckt. Die Kommunikation kam gar nicht zu kurz und es wurde viel gelacht. So stellt man sich doch einen durch und durch gelungenen Anlass vor.16-DSC00092

Peter Eisold bedankte sich ganz herzlich im Namen des ganzen Vorstandes und der Applaus für Alice und Kurt war gross. Beide tönten an, dass sie es sich vorstellen könnten, noch einmal diesen Anlass zu organisieren. Worauf sie nochmals grossen Applaus erhielten.

Richi Graf hat noch mitgeteilt, dass er den Zopf zum Apéro gespendet hat. Auch er erhielt Applaus.25-DSC00143

Kurz vor dem Ende dieses schönen Abends hat Kurt noch den Ablauf vom nächsten Tag erklärt. Diejenigen, die nicht auf dem eigenen Boot frühstücken wollten, hatten die Möglichkeit in den Spargelhof zu gehen. Der liegt ca. 20 Minuten Fussmarsch weg vom Hafen. Da wir auf dem eigenen Boot gegessen hatten, mussten wir uns auf die Aussagen derjenigen verlassen, die dort waren. Es hat allen sehr gut geschmeckt. Für Rückkehrer nach Romanshorn offerierte Lisa ab 15.00 Uhr noch ihre feinen Käseküchlein. An dieser Stelle auch einen ganz herzlichen Dank an Lisa.

Rolf und mir hat dieser Ausflug sehr gut gefallen. Wir bedanken uns hiermit ganz persönlich bei Alice und Kurt dafür.

Christine Jenny

Hinweis an die Mitglieder: Mehr Fotos findet Ihr in der Fotogalerie über den Mitgliederbereich.

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