Einwintern bei diesem Wetter? Ja, klar bei diesem Wetter!

Erstmals bleibt das Restaurant «Hafeglöggli» auch im Winter zur Mittagszeit geöffnet. Trotzdem gab es am Wochenende beim Einwintern viel Arbeit im Hafen, die vierzig fleissige Hände erledigt haben.

09.00 Anreise windig, regnerisch, kalt am Samstag Morgen, 2. November – muss das jetzt sein und «Hafeglöggli» warum die Anführungszeichen?

Nachdem Urs Keller, unser Takelmeister um Punkt 10.00 gleich beim Empfang die Aufgaben zugewiesen hat, machen auch für uns «ErsthafeglögglieinwinterInnen»  die Anführungszeichen Sinn! Das Hafeglöggli bleibt über den Winter in Betrieb, muss also nicht eingewintert werden und das «Hafeglöggli» ist der Rest «unseres» Hafens – ein reduzierter «Hafenputztag» ist also im Herbst angesagt. So sind dann auch für uns Anfänger die meisten Unklarheiten beseitigt.

Nach Kaffee und Gipfeli geht die muntere Schar von knapp zwanzig Männern und Frauen an die Arbeit. Wieder draussen wundern wir uns schon wieder. Was ist denn das? Ein sonniger, lauer Herbsttag kündigt sich an – von wegen windig, regnerisch, kalt. Das hebt doch die Stimmung kolossal und es wird immer besser.

Unser Chef Urs weist in kluger Voraussicht jeder Anwesenden und jedem Anwesenden eine ihrer und seiner intellektuellen Fähigkeiten angemessene Beschäftigung zu. Für mich heisst das: Laub wischen – ok, angemessen. Wie er allerdings darauf kommt, mir zusätzlich den Job für das Verfassen dieses Berichts zuzuteilen, bleibt wohl für alle ein Rätsel.

Rabatten putzen, Hecken schneiden, Bepflanzung der Töpfe pflegen, auf der anderen Seite der Hafeneinfahrt Holz schlagen, Laub rechen und blasen und wischen und abführen, Anschlagkasten zum glänzen bringen, Container ausspülen – das alles bei bester Stimmung und schönstem Wetter!

Wie vorausgesagt, um zwei Uhr ist Schluss mit Arbeit – das heisst, die Holzerinnen und Holzer kommen etwas später, aber nicht weniger vergnügt zum von André Clavien offerierten Apéritiv. Das SSCRo-Raclette und die vom Hafenmeister Albert Schmid überreichte Flasche Wein setzen das Tüpfchen aufs i eines schönen letzten Anlasses in diesem Jahr. Urs Keller gilt unser herzlicher Dank für die gute Organisation und die fast ausnahmslos weise Zuteilung der Aufgaben.

Stefan Piotrowski

Weitere Bilder zum Einwintern finden sich wie immer in der Fotogalerie.