Bericht zum ersten Vollmondsegeln

Fürs Wochenende vom 18./19. Mai 2019 stand unserem Club ein ganz besonderer Anlass bevor. 13 Schiffe und SSCRo-Crews machten sich auf zur ersten Vollmondfahrt. Ob sich der Mond tatsächlich in voller Grösse gezeigt hat, verrät der Bericht von Eveline Bieri.

Da dieses Jahr der Vollmond an einem Wochenende Mitte Mai am Himmel steht, hat Werner Hollenstein für uns ein Vollmondsegeln organisiert. Super Idee!!  Natürlich haben wir uns dieses Datum sofort dick rot in der Agenda eingetragen.

Nachdem eine Woche zuvor noch Schnee gefallen war, durften 13 Schiffe bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein Richtung Friedrichshafen segeln oder motoren. Die Anreise erfolgte individuell. Erster Treffpunkt war um 18.00 Uhr im Clubrestaurant beim WYC Friedrichshafen. Beim Einlaufen in den Hafen begrüsste uns Markus Studerus, der kurzerhand die Arbeit des Hafenmeisters übernommen hat und uns die Plätze zuwies. Da der Wasserstand noch immer sehr niedrig war, mussten einige Schiffe ausweichen und im BSB-Schiffshafen festmachen.

Als alle Schiffe vertäut und die eine oder andere Hand geschüttelt war, blieb noch Zeit für ein Schläfchen auf Deck an der Sonne, einen Spaziergang in die Stadt oder eine Dusche.

Pünktlich um 18.00 Uhr fanden sich alle (insgesamt 32 Personen) im Restaurant Kommodore ein. Hier begrüsste uns Werner Hollenstein und freute sich über die zahlreichen Teilnehmer. In seiner aufgestellten und humorvollen Art erklärte Werner uns den weiteren Ablauf des Wochenendes.
Während eines feinen Nachtessens (der Service funktionierte super, bedenkt man, dass wir à la Carte bestellt hatten), wurde an den Tischen rege über die Lichterführung in der Nacht und Sicherheitsvorschriften an Bord diskutiert, und über kulinarische Highlights am See sich ausgetauscht.

Etwas früher als geplant verliessen wir wohlgenährt das Restaurant und machten uns um 21.00 Uhr zum Auslaufen bereit. Der Wetterradar zeigte eine friedliche Überfahrt bis um 04.00 Uhr an.

Bei einem lauen Windchen setzten wir die Segel und es wurde versucht, möglichst einen optimalen Kurs zu segeln, um die anderen Boote hinter sich zu lassen oder wenigstens nicht allzu sehr ins Hintertreffen zu gelangen.
Um 21.30 Uhr zeigte sich der Vollmond wunderschön und gross am östlichen Himmelszelt. Es wurde gestaunt, die Handys und Fotoapparate hervorgeholt und der optimale Kurs vergessen.

Leider dauerte dieses Schauspiel nur wenige Minuten. Schon bald zogen drohende Wolken auf und vom Mond war leider nichts mehr zu sehen. Dafür konnte man herrliches Wetterleuchten über dem Säntis beobachten. Es dunkelte rasant schnell und der Wind frischte stetig auf. Die ersten leichten Regentropfen fielen, bevor sich innert Minuten ein gewaltiger Wolkenbruch über uns ergoss, begleitet von Blitz und Donner und Böen!  Um Ölzeug und Gummistiefel zu montieren blieb für viele keine Zeit – eine leichte Regenjacke musste bei den meisten genügen und schütze wenig.

Völlig durchnässt, jedoch dankbar, dass wir die SLRG Arbon nicht getroffen und ihre Dienste nicht in Anspruch nehmen mussten, kehrten alle Schiffe kurz vor 23 Uhr in den Heimathafen zurück.

Zum Aufwärmen und Trocknen zog es uns schnell ins Hafeglöggli, wo André uns eine vorzügliche hausgemachte Guiche Lorraine servierte und alle noch bei einem Gläschen Wein über die Erlebnisse diskutierten und den Abend ausklingen liessen.

Am Sonntagmorgen konnten die Segel trocknen während wir im Hafeglöggli ein reichhaltiges Brunch Buffet mit verschiedenen Broten, Lachs, Roastbeef, Rühreier und Käseplatten geniessen durften. Es war super lecker. Vielen Dank André!

Dir Werner ganz herzlichen Dank für die großartige Organisation! Wir warten auf das nächste Vollmondwochenende.

Eveline Bieri

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