Bericht Fahrtenwochenende nach Friedrichshafen und Horn

Perfektes Wettertiming und ein abwechslungsreiches, geselliges Programm: 12 Crews genossen das dreitägige Fahrtenwochenende mit den Zielhäfen Friedrichshafen und Horn West. Es gab viel zu sehen, lernen und erzählen, wie der Bericht von Maja Meyer und die Bilder von Heinz Loppacher zeigen. 

Werner Hollenstein vom Vorbereitungsteam begrüsst uns herzlich zum Fahrtenwochenende und erklärt den Tagesablauf. Seine Frau Bea verteilt Müsterli der Sonnencrème Avène (Überbleibsel der kürzlich durchgeführten Bodenseewoche). Für Carfahrt, Apéro, Buffet im Gewölbekeller, Salate bei Conny und Ankertrunk im Hafenglöggli zieht Bernhard Stucki 50 Fr./Person ein.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das dreitägige Fahrtenwochenende vom 15. bis 17. Juni 2018 ist wettermässig rekordverdächtig, denn an allen Tagen weht bei schönstem Sonnenschein ein Wind von 1-2 Beaufort. Erst am Sonntag um 15.00 h regnet es wie aus Kübeln, währenddem wir im Hafenglöggli den Ankertrunk geniessen.

23 unternehmungslustige SSCRoler auf 12 Schiffen verlassen ab 10.00 h den Heimathafen Romanshorn. Der Nordwestwind frischt stetig auf, so dass einige Crews vor lauter Freude noch ein paar Schläge zulegen, bevor sie die Hafeneinfahrt von Friedrichshafen ansteuern. Ein moderner Reisebus transportiert uns über Mecklenbeuren vorbei an einer Straussenfarm in den kleinen Weiler Hannober, der zur Gemeinde Waldburg bei Ravensburg gehört. Während der Fahrt verwöhnt uns Werner mit Ragusa und kühlem Mineralwasser aus seinem Kühlschrank.

Micha, Eventmanager der Firma „vomFass“, erzählt uns anschaulich und witzig die Geschichte der Adrian Essigmanufaktur und erklärt die Herstellung von Essig. Seit 1840 und heute in vierter Generation produziert die Familie Kiderlen als AG zusammen mit 70 Mitarbeitenden Balsam-Essige und Balsam-Stars von höchster Qualität aus einheimischen biologischen Früchten. Die Äpfel für den Apfel Balsam-Essig beziehen sie von Streuobstwiesen (alte Apfelsorten auf Hochstammbäumen) der Region Oberschwaben. Aus der Frucht wird zunächst Fruchtsaft hergestellt, der dann zu Fruchtwein und anschliessend zu Fruchtessig vergoren wird. Die Krönung für den Balsam-Essig ist schliesslich die Zugabe von konzentriertem Fruchtsaft. Alle Stadien der Essigherstellung dürfen wir probieren.

Die Philosophie der Firma „vomFass“ heisst: „Sehen – probieren – geniessen“. So können wir alle Produkte, neben Essig auch Öle, Weine, Spirituosen und verschiedene Zutaten, im Laden zuerst kosten, bevor wir sie kaufen. Weltweit – auch an der Europa-Allee in Zürich – an über 280 Standorten existieren Läden, sogenannte Franchise-Partner, welche nach dem erfolgreichen Konzept „Sehen – probieren – geniessen“ funktionieren und nur vomFass-Produkte verkaufen dürfen. Im gemütlichen, kühlen Gewölbekeller geniessen wir bei Rot- und Weisswein ein reichhaltiges Buffet mit kaltem Fleisch und Käse aus der Region. Wir sind beeindruckt, dass eine kleine KMU in „der Pampa“ des Allgäus weltweit so vernetzt ist. Nach der Rückfahrt nach Friedrichshafen trinken wir individuell auf einzelnen Schiffen oder im Biergarten noch einen Schlummertrunk.

Der Samstagmorgen empfängt uns wieder mit viel Sonne und 2 Bf. Wind aus SW, so dass wir gleich nach dem Auslaufen die Segel setzen können. Erst ab 13.00 h kommt die Flaute. Aber die „Dieselgenua“ bringt uns sicher in den Hafen Horn West, wo zusätzlich 7 Schiffe mit 14 Personen unseres Clubs eintreffen. Horn West, eingebettet in viel Natur, ist ein sehr schöner Ort zum Sein und Geniessen. Conny, die charmante Wirtin des Hafenbeizlis, schenkt uns zum Apéro kühlen weissen Yvorne ein. Werner und Bernhard bereiten das Grillfeuer vor. Ab 18.00 h legen wir unsere selbstmitgebrachten Grilladen auf den Rost. Das Grillgut ist so vielfältig und unterschiedlich wie die Mitglieder des SSCRos. Zum Fleisch serviert uns Conny einen bunten Salatteller und knusprige Pommes frites. An diesem sonnigen Sommerabend ist es an den verschiedenen Tischen im Freien sehr gesellig und laut. Es wird erzählt (auch von früher), diskutiert, gelacht und Seemannsgarn gesponnen bis in die späte Nacht hinein.

Am Sonntagmorgen heisst es wieder „an die Schoten“, was bei 2 Bf. Wind aus W/SW nicht schwierig ist. Der abschliessende Ankertrunk wird auf 15.00 h vorverlegt und ist ein krönender Abschluss des Fahrtenwochenendes. André kreiert ein erfrischendes Getränk aus Aperol, Weisswein, Mineralwasser und Orangenscheiben. Dazu essen wir Würstli im Teig, gegrillte Wurststücke, kleine Pouletflügel, Oliven und Käse.

Das Fahrtenwochenende verdient lauter gute Noten: Es war super organisiert, gesellig, erlebnisreich und interessant, liebevoll, einfach toll! Herzlichen Dank an Werner und Bea Hollenstein, sowie an Bernhard und Claudia Stucki, welche mit viel Herzblut und Phantasie das Fahrtenwochenende vorbereitet und durchgeführt haben.

Maja Meyer

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