Absegeln: Mit 25 Schiffen nach Bottighofen

Nicht weniger als 25 Boote machte sich am Wochenende des 29./30. September 2018 auf den Weg nach Bottighofen. Perfekt organisiert von der Familie Werner (danke!) warteten bestes Herbstwetter und eine faszinierende Katamaran-Besichtigung auf die 62 Teilnehmenden, wie der Bericht von Brigitte Lanz zeigt (PDF mit Bildern hier).

Ik schrijf over een fantastisch weekend, prachtig weer, enorme golven en een super organisatje.

Samedi matin, nous nous sommes rencontrés chez Clavi alias André. Accompané par des croissants et du café, Jürg nous explique les détails du weekend. Jede Crew bekommt einen Hafenplan mit eingezeichnetem Platz und sogar die bestellten Menus sind darauf vermerkt – einfach Spitze! Und dann gibt es auch noch feine Zöpfli mit diversen Beigaben auf die Reise – herzlichen Dank, Beda Füger.

Trotz sonnigem und mildem Wetter sind die Crews noch nicht so recht auf Herbst eingestellt – manch einer kommt mit eingezogenem Kopf und der Feststellung daher, es sei kalt. Zugegeben, der Wind ist nicht ohne und der eine oder andere kritische Blick wandert über den See. Schlussendlich machen sich 25 Schiffe auf nach Bottighofen, wo sich insgesamt 62 Teilnehmer einfinden.

Auf See fliegen  die Segler mit mehr oder weniger Reff dem Ziel entgegen. Die Motorbootfraktion schneidet die Welle mit 30°, um zu verhindern, dass die Wohnzimmereinrichtung ein unerwünschtes Eigenleben entwickelt.

Ab Hagnau geht’s dann wellensurfend zum Ziel. Dieser Kurs ist so angenehm, dass der obligate Kaffee den Weg doch noch auf die Brücke findet.

In Bottighofen bilden sich in der warmen Herbstsonne überall kleine und grössere Apéro-Inseln im Hafen, so richtig gemütlich. Und dann geht es auf zur Katamaran-Besichtigung. Der SSCRo war vor zwei Jahren schon einmal dort. Damals konnten wir ein Modell anschauen und waren vom Enthusiasmus der jungen Leute sehr beeindruckt.

Der Enthusiasmus ist geblieben, nur steht jetzt ein wahrhaftiger Katamaran vor uns. Unglaublich, mit welch einfachen Mitteln (so sieht es in jedem Jugendzimmer aus… aber extrem grossem Know-How und einer unerschütterlichen Überzeugung geplant, organisiert, gebaut und ausgebildet wird. Über so lange Zeit so viele, vorwiegend junge, Leute bei der Stange zu halten, verdient allergrösste Hochachtung. Ich verzichte auf die vielen, hochspannenden Details, empfehle aber jedem Interessierten, mal in der Werft vorbeizuschauen. Es wird 7 Tage die Woche gearbeitet, jeder Besuch ist willkommen und auch jede finanzielle Gabe. Die jungen Leute haben ein Budget von CHF 370‘000.00 aufgestellt und davon CHF 328‘000.00 finanziert – auch das eine beachtenswerte Leistung in der heutigen Zeit.

Das Sparschwein macht die Runde und ich hoffe sehr, dass ein ordentlicher Betrag von uns Teilnehmern zusammen gekommen ist. Ein kleiner Beitrag an die fehlenden CHF 42‘000.00

Nach dieser beeindruckenden Führung wird das Silo5 von der Schar inzwischen hungriger Seeleute geentert. Wir geniessen ein sehr feines Abendessen bei ausgezeichnetem Service. Nach diesem schönen Tag mit Wind, Wellen, Sonnenschein und bester Verpflegung fallen bald einmal alle zufrieden in ihre Kojen.

Am Sonntag weckt uns die Sonne wieder, die Temperaturen sind immer noch überaus angenehm, aber der Wind hat sich zurückgezogen. Gut so, heute ist Coffee-Boat-Wetter. So kommen an diesem Wochenende Segler und Motorbootfahrer wie selten gerecht auf ihre Rechnung.

Im Hafeglöggli erwartet uns noch ein ganz spezielles Anlegerbier: nicht Erdinger, nicht Quöllfrisch, nein EFES, ein türkisches Bier. Dieses hätte den schönen Türkeitörn-Vortrag von Richi Graf am Freitag Abend begleiten sollen, schlummerte aber wegen eines Missverständnisses im Kühlraum still vor sich hin. Richi hat das Freibier offeriert – nicht nur als Vortragsbegleitung, sondern weil er dieses Jahr einen jugendlich runden Geburtstag zu feiern hatte. Richi, herzlichen Dank und nachträglich noch alles Gute. Bleibe vor allem gesund!

Et à la fin: Nous avons un mec valaisan alias André –  il a réhabilité la réputation du Hafeglöggli, il a travaillé trop, et il nous a offert des petits plâts d’apéro avec des saucisses, du fromage, des pommes frits – merci beaucoup, André, pour cette geste très sympa, cette saison – et avec plaisir à la saison prochaine.

Lieve Svea-Crew, heel erg bedankt voor dit geweldige weekend. Tot de volgende lente.

Brigitte Lanz
NAJADE

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Link Ocean Youth Sailing


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